Hugo Stamm: “Jesus machte sich schnell davon”
Categories: Allgemein, Spiritualität - Tags: Bewusstsein, Spiritualität, TransformationIn seiner gewohnt kritischen und manchmal etwas ketzerischen Art schreibt Hugo Stamm eine Weihnachtsgeschichte. Ich finde sie nicht schön, aber gut. Nur der letzte Satz stösst bei mir auf Widerstand.
“Jesus erhob sich und machte sich schnell davon.”
Wer auch immer Jesus von Nazareth war, er wäre wohl kaum davon gelaufen. Das hat er schon damals nicht getan und da ging es zuletzt um sein Leben. Dieses “davon laufen”passt doch viel eher zu unserer Zeit. Davon laufen vor sich selbst, vor den Problemen, von den Familien ist doch eigentlich eine der Grundursachen unseres aktuellen Chaos. Hedonismus und Narzismus stehen gesellschaftlich vor allen anderen Werten. Nur das sind destruktive Werte und sorgen bereits heute dafür, dass einiges heute Geltende zerfallen wird – um Neuem Raum zu geben. Alles ist Entwicklung. Was es auch immer ist, sei das die eigene Persönlichkeit, die Beziehungen zu den Geliebten, zu der Gemeinde, dem Staat, den anderen Staaten, den anderen Kulturen – einfach alles. Unsere Beziehung zu uns selbst und zu den Mitmenschen bildet die Gesellschaft – eine Gesellschaft mit dem Vorzeichen des aktuellen Zeitgeistes. Das sind wir. Das bedeutet doch auch, dass wir es in der Hand haben, wohin wir steuern. Vielleicht gefällt uns unsere Rolle und unserer Umstände nicht, die wir in dieser winzigsten Zeiteinheit mit unserer irdischen Präsenz füllen – passt ja auch nicht in jedem Fall zu dem tief verankerten Bedürfnis, etwas besonderes zu sein.
Der heutige Mensch ist geistig frei – auch frei zu entscheiden, die Fülle zu sehen und das Potential zu erkennen. Die Probleme werden kaum kleiner. Die gute Nachricht ist, dass auch Biophysik, Neurologie und Astronomie bestätigt, dass massive Veränderung stattfindet und als Konsequenz oder Bestandteil dieser Veränderung auch das menschliche Gehirn und die DNA mutiert, was wiederum dazu führt, dass sich ein neues Bewusstsein entfalten kann – das könnte man auch so deuten, dass wir morgen Lösungen finden werden, die wir uns gestern noch gar nicht vorstellen konnten. Was ist daran neu? Wenn wir allein Darwins und Planks Thesen in den Kontext der Schöpfungsgeschichte stellen würden, wäre das wirklich eine neue Perspektive? In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Rutsch und vor allem eine weiche Landung im neuen Jahr.
