Categories: Belletristik, Maya Kalender - Tags: 2012, Barbara Hand Clow, Carl Johan Calleman, Dieter Broers, Gregg Braden, LangbeinIch wurde in einem Interview gefragt, ich sei doch eine Maya-Infizierte, ob ich mich denn auch als Maya-Jüngerin verstünde.
Hmmm, es trifft beides nicht zu. Ich bin in erster Linie eine Roman-Autorin, die sich mit den Themen, die mit meinen Figuren mitlaufen, gründlich auseinandersetzt. Manchmal ist es auch so, dass die Themen mir wichtiger sind als die Figuren. Dann suche oder erfinde ich die Figuren, die das Thema tragen können.
Zugegeben, beim ”Irrtum 2012″ ging das Thema 2012 und Maya Kalender allem voran. Wie es dazu kam, war in der Tat recht speziell. Ich war im April 2009 mit einem grossen Eifer am Schreiben meines zweiten Werkes (1 “Der Zahn” und 2 “Ladehemmung” sind noch nicht publiziert) als ich einen enorm starken Impuls spürte, diese Arbeit abzubrechen, um zum Jahr 2012 einen Roman zu schreiben. Es war für mich ganz klar - allen Widerständen zum Trotz, keine Zweifel – und recherchierte über 3 Monate intensiv. Ich las verschiedene Bücher von 2012 Spezialisten wie Barbara Hand Clow, Dieter Broers, Gregg Braden, Walter Jörg Langbein, Dieter Broers beschloss meine Thesen auf die Forschungsarbeit von Dr. Carl Johan Calleman zu beziehen und nahm persönlich mit ihm Kontakt auf. Je mehr ich mich auf dieses Thema einliess, desto faszinierter war ich. Meine Kenntnisse sind also sozusagen “second hand” und dazu stehe ich. “IRRTUM 2012″ ist Belletristik und keine Fach/Sachliteratur.
Es ist allerdings tatsächlich so, dass mein eigenes Bewusstsein für Leben und Menschheit sich während des Schreibens verändert hat und es stimmt, dass ich heute gewisse lebensrelevanten Aktivitäten versuche auf einen Tag zu legen, an dem die Energie, nach den Maya, zu meinen Gunsten fliesst. Ich tue es und beobachte, was passiert, mache aber kein Dogma draus. Dass in Mystik und Schamanismus ein Schatz verborgen liegt, welcher der (Ur)Wahrheit einiges näher liegt, als die in unseren Breitengraden dominante Wissenschaft, davon bin ich überzeugt. Das eine schliesst das andere ja auch nicht aus. Aber ich bin Realistin, im philosophischen Sinne eine Materialistin und lege meine Eigenverantwortung für mein Denken und Handeln nicht in die Hände von irgendwelchen Konzepten (Dogmen, Paradigmen, Gesetzen, kulturspezifischen Moralkodexen). Hingegen habe ich in den letzten 5 Jahren ein Vertrauen in das Leben und in Gott, um einen allgemeinverständlichen Begriff für Liebe und Wunder zu nennen, entwickelt, das mich trägt und führt.
Um auf die Frage zurückzukommen. Das Wort infiziert gefällt mir nicht, weil ich damit auch eine Infektion in Verbindung bringe. Fasziniert bin ich alleweil, wie von vielen anderen Themen, über die ich schreiben möchte auch. Eine Maya-Jüngerin bin ich auf keinen Fall – dazu müsste ich mich intensiver und länger mit deren Geschichte und Schamanismus auseinandersetzen und konsequent danach leben. Dem entgegen spricht, dass die Attribute Inkonsequenz oder/und Vielseitigkeit vermutlich besser zu mir passen ;-)
Wochenendgrüsse, Monica Camuglia