Tag Archive for: Transformation

Rezension Perlen der Maria Magdalena

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Die fiktive Liebesgeschichte ist geschickt verwoben mit gut recherchierten Fakten aus der afghanischen Wirklichkeit im Jahr 2010 und spielt an authentischen Schauplätzen in Zürich, Teheran und auf Sizilien. Julias Gespräche über Macht und Unterwerfung und die Frage nach einem gerechtfertigten Krieg, die Liebe und das Leben schlechthin sind tiefschürfend und packend, die sachlichen Informationen erhellend. Die Spannung wird bis zum Schluss des Buches getragen von der prickelnden Liebesgeschichte zwischen Stan und Julia, und Camuglias leichtfüssiger Erzählstil nimmt den Leser mit bis zur letzten Seite, so dass sich auch, wer sich nichts aus Politik macht, der Afghanistan-Frage annähert. Ein dichtes, absolut lesenswertes Buch.

Martina Gyger, freie Journalistin, Meilen, August 2011

LiebeWille – das Zauberwort für Verantwortung und Nachhaltigkeit

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Eine Analytische Betrachtung der Liebe, ganz nüchtern betrachtet.

You are what your deep, drivng desire is. As your desire is, so is your will. As your will is, so is your deed. As your deed is, so is your destiny. Brihadaranjaka Upanishad IV.4.5

<Du bist, was Dein tiefster innerer Wunsch ist. Dein Wille richtet sich nach Deinem innersten Wunsch, die Tat nach dem Willen und das Schicksal nach Deinen Taten.>

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Psychosynthese, begründet von Roberto Assagioli, Florenz 1970 – UND – Psychoenergie begründet von Angelika Reutter, Zürich 2011

Literatur: Typologie der Psychosynthese, Die 7 Grundtypen, Robert Assagioli, Deutsche Übersetzung 1992 / Werde was du bist, Selbstverwirklichung durch Psychosynthese, Piero Ferruci, 1986 / Die Schulung des Willens, Grundlagen der Psychosynthese, Roberte Assagioli, 10. Auflage 2008

Im Zentrum der Psychosynthese ist der WILLE. Das Herzstück der Psychoenergie ist die Herzenskraft. Der Begriff LiebeWille gibt es in beiden Konzepten. Aber die treibende Kraft kommt bei der Psychosynthese aus dem Kognitiven und bei der Psychoenergie aus dem Herz-Chakra, oder dem Nervenzentrum im Solar Plexus. Die Psychoenergie baut auf der Psychosynthese auf und ergänzt mit dem spirituell fernöstlichen, aber aus der Jesus-Liebe im Christlichen, der Tiefenkraft aus dem Herzen. Liebe ist Gott, Gott ist Liebe.

Psychosynthese

Assagioli schreibt bereits in den 80iger Jahren:  Der psychische  Zustand des heutigen Menschen liegt im Vergleich zu den Menschen im Altertum weit unter dem materiellen und technischen Zustand, was letztendlich Ursache des heutigen desolaten Chaos ist.

Wir haben zwar Macht über Natur erworben, aber in seinem Wissen über sein inneres Wesen ist es sehr eingeschränkt. Der moderne Magier ist zwar fähig auf den Grund des Meeres zu tauchen und auf dem Mond zu landen, aber er weiss wenig was in der Tiefe seines Bewussten vor sich geht. Er ist unfähig mit seinen Gefühlen, Impulsen und Begierden fertig zu werden, so dass sie sein dürfen, ohne einen Schaden anzurichten.

Die Kluft zwischen dem Äusseren und dem Inneren sind für viele Denker und Dichter die Ursache für  das individuelle und das kollektive Übel, die unseren Zivilisation heimsuchen und ihre Zukunft bedrohen.

Das Leben ist reicher, weiter und anregender, aber gleichzeitig komplizierter und anstrengender geworden. Das schnell zunehmende Tempo, die unüberschaubaren Möglichkeiten, die es für die Befriedigung der Wünsche gibt und das komplizierte, wirtschaftliche Getriebe, in das es den Menschen verstrickt hat, stellen immer eindringlichere Anforderungen an seine Energie, seine mentalen Funktionen, seine Gefühle und seinen Willen.

Assagiolis vorgeschlagenen Gegenmassnahmen sind:

1.       Entschleunigung der Aktivitäten

2.       Entschlackung der Komplexität

3.       Entwicklung der inneren Kräfte

Assagioli (1888-1974), der Gründer der Psychosynthese, sieht im Willen die zentrale konstruktive Kraft, welche Intuition, Antriebe, Gefühle und Vorstellungen des Menschen zu einer ganzheitlichen Entwicklung des Selbst lenkt. Drei wesentliche Schritte lernen uns, den Willen fokussiert einzusetzen.

1.       Erkennen, dass es ein Wille existiert

2.       Erkennen, dass man einen Willen hat

3.       Erkennen, dass man Wille ist

MC: Beim Lesen unterschiedlicher Literatur sind mir zusammengefasst folgende Zitate aufgefallen.

Ich denke, also bin ich.

Zitat René Descartes, Philosophe, Mathematiker und Naturwissenschaftler, 1596-1650

Ich fühle, also bin ich.

Zitat, Antonio R. Domasio, Neurowissenschaftler 1944-ff

Ich will, also bin ich.

Zitat Proffessor Calò, Encyclopeida Italiana (darauf referenziert sich Assagioli) … ca. 17. Jrh.

MC: Das eine schliesst das andere nicht aus. Man könnte die drei ohne weiteres aneinander hängen: Ich denke, ich fühle und ich will, also BIN ICH.

Weitere Textstellen aus „Die Schulung des Willens“:

Schönheit, Freude, Will sind Erfahrungen, die schwer zu beschreiben sind. In einem bestimmten Augenblick, hat man ein lebendiges, unverkennbares inneres Erlebnis von seiner Realität und Natur.

Die Entdeckung des Willens in uns selbst führt zur Entdeckung unseres lebenden Selbst, das mit der Kraft ausgestattet ist zu wählen, sich in Beziehung zu setzen, uns Veränderungen in seiner eigenen Persönlichkeit, in anderen und in Umständen zustande zu bringen. Diese vergrösserte Bewusstheit, dieses Erwachen und diese Vision neuer, unbegrenzter Möglichkeiten für eine innere Erweiterung und für äusseres Handeln geben ein neues Gefühl von Vertrauen, Sicherheit, Freude – ein Gefühl von Ganzheit.

Der Wille hat einen leitende und eine regulierend Funktion; er gleicht aus und benutzt auf konstruktive Weise alle anderen Tätigkeiten und Energien des Menschen, ohne irgendeine von diesen zu unterdrücken.

Wille = Steuermann des Schiffes, er kenn den Kurs, die Strömungen, die Winde und die Wellen und kommt trotzdem zum Ziel.

Psychologische Funktionen

Wir unterscheiden zwischen acht unterschiedlichen, psychologische Funktionen, wobei die achte, der Wille, die stärkste ist, wenn es um die aktive Gestaltung des Lebens geht. Und es gebührt ihm deshalb eine besondere Aufmerksamkeit für die Schulung:

1.       Empfindung (kalt, warum, hell, dunkel)

2.       Gefühl (Freude, Trauer, Wut, Schönheit)

3.       Emotion (Ärger, Eifersucht, Stolz, Bewunderung)

4.       Impuls (Lust, Verlangen, Ekel, Angst)

5.       Imagination (Vorstellungskraft)

6.       Denken (vergleichen, rechnen, strukturieren, vernetzen)

7.       Intuition (zukunftsorientiertes Vorstellungsvermögen, Ausblick, Weitsicht)

8. Wille (die Kraft zu wollen)

Einem Willen geht eine bewusste oder unbewusste Entscheidung voraus. Ohne diesen Impuls, bleibt er aus. Allerdings kann der  Impuls aus dem Unbewussten gesteuert werden, oder eine Reaktion auf einen Instinkt sein. „Der Wille zu überleben, der Wille zu fliehen…

Bei den Bewusstseinsfeldern unterscheiden wir zwischen dem tieferen, dem mittleren und dem höheren Unbewussten. Dem Feld des Bewusstseins, das bewusste SELBST, das transpersonale SELBST und das kollektive Unbewusste (visuelle Darstellung in „Die Schulung des Willens“, Assagioli, Seite 22).

Aspekte im Entwurf des Willens

Wir betrachten nun den Willen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Der starke Wille – steht für die Kraft des Wollens.

Der geschickte Wille – steht für die Klugheit und die Geschicklichkeit des Wollens

Der gute Wille – steht für Liebe, Mitgefühl und Ethik

Der transpersonale (spirituelle)Wille – steht für die Bewusstheit für das Ganze

Eigenschaften des Willens

1.       Dynamik, Intensität (zwischen viktorianischem Willen und zügelloser Spontanität)

2.       Beherrschung, Kontrolle, Disziplin (zur Regulierung anderer psychischer Funktionen)

3.       Konzentration, Zielbewusstsein, Aufmerksamkeit (Bündelung der Energie)

4.       Entschlossenheit, Entschiedenheit, Unerschütterlichkeit (Straffung eines Prozesses)

5.       Beharrlichkeit, Ausdauer, Geduld (fördert Durchhaltevermögen langatmiger Aufgaben)

6.       Initiative, Mut, Wagemut (unkonventionelle, furchtlose Entscheidungen)

7.       Organisation, Integration, Synthese (Zusammenspiel aller psychischen Funktionen und Willes- Eigenschaften, Harmonisierung der Ambivalenzen, sowohl als auch in nützlichem Masse ausbalanciert.

Die Vereinigung von LIEBE und WILLE

Eine der Hauptursachen des heutigen Durcheinanders ist der Mangel an Liebe auf Seiten derer, die Willen haben, und der Mangel an Willen bei jenen, die gut und liebevoll sind. Das weist unverkennbar auf die dringende Notwenigkeit der Integration, der Vereinigung von Liebe und Wille.

Arten der Liebe

Selbstliebe

Die Liebe zu sich selbst beschreibt eine wohlwollende Beziehung zu sich selbst, sich annehmen, mit allem was dazu gehört. Es ist eine Liebe, der aller Egoismus fehlt, es ist das Bestreben, das eigene Potential zu nutzen, um ein Leben der höheren Qualität zu leben.

Damit ist nicht das Geltungsbedürfnis gemeint, das aus der Selbstverliebtheit entsteht, wo egozentrische und trennende Aspekte uns treiben: Verlangen nach Vergnügen, Besitz und Herrschaft.

Mütterliche Liebe

Die Mütterliche Liebe ist die Eigenschaft des Opferns, zeigt die willige Hingabe an Schutz und Sorge für das Kind, eine Hingabe, der die erforderliche Selbstverleugnung freudig akzeptiert wird.

Väterliche Liebe

Auch diese Liebe hat die Grundeigenschaft des Opfers, aber in einer anderen Art und Weise. Sie ist ausgelegt auf das Fördern und das Fordern der Nachkömmlinge. Was zuerst in Form von Versorgung angeboten wird, bekommt später eine Form von Autorität und Gehorsam.

Liebe zwischen Mann und Frau

Das ist das komplexeste Wesen der Liebe und führt auch am häufigsten zu Missverständnissen. Unter Eros verstehen wir die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau, was das Bedürfnis hervorruft, sich zu verbinden und zu vereinen.

In Wirklichkeit ist die Liebe zwischen Mann und Frau eine Mischung von körperlicher, emotionaler, mentaler und spiritueller Anziehung in einem Verhältnis, das sich bei jeder Beziehung weitgehend unterscheidet und sich im Verlaufe der Zeit ändert.

Die bekanntesten Aspekte der Liebe sind Leidenschaft, Sentimentalität und Idealismus.

Die universelle Liebe

Unter der universellen Liebe verstehen wir die brüderliche Liebe, die altruistische und die humanitäre Liebe. Obwohl diese durch ein Mitgefühl für menschliches Leid erweckt und verstärkt werden können, entstammen sie grundsätzlich einem Gefühl der Identität mit unsren Brüdern und Schwestern oder wie im Beispiel der „franziskanischen Liebe“ oder im Buddhismus beschreiben ist, die Liebe zu allen lebendigen Geschöpfen (Die Kraft zu lieben, Martin Luther King).

Unpersönliche Liebe

Die unpersönliche Liebe ist eine Zuneigung zu Ideen und Idealen. Auch diese Liebe kann zu Hingabe und hochgradiger Selbstaufopferung führen. Nicht selten sind gerade hier fanatische Strömungen festzustellen (fixe Idee).

Die Liebe zu dem Grösseren

Ob wir es Gott oder universelles Wesen nennen, ob wir von kosmischen Geist oder einer höchsten Realität reden, es geht immer um Ehrfurcht, um Verwunderung und Verehrung gegenüber dem wunder Natur, begleitet von einem Drang, sich mit dieser Wirklichkeit zu vereinen.

Dieses Gefühl war in dem Zeitalter und in jedem Land vorhanden und hat die vielen verschiedenen religiösen und spirituellen Traditionen und Formen der Verehrung gemäss den herrschenden kulturellen und psychischen Bedingungen geschaffen.

Die Beziehung zwischen Liebe und Wille

Alle Arten der Liebe haben eine bestimmte Beziehung zum Willen und seinen Aspekten. Im individuellen Leben geht es darum, die persönliche Beziehung unter den persönlichen Umständen zu identifizieren und auszubalancieren. LiebeWille ist die stärkste Form der Lebensenergien.

Liebe und Wille sind beim einzelnen gewöhnlich im umgekehrten Verhältnis vorhanden. Damit ist gemeint, dass diejenigen, bei denen die Liebe vorherrscht, die Tendenz haben, weniger Willen zu besitzen, und dass sie dazu neigen, wenig Gebrauch von dem zu machen, den sie haben, während es denjenigen, die mit einem starken Willen ausgerüstet sind, oft an Liebe mangelt oder sie sogar ihr Gegenteil zur Schau tragen. Dieses universelle Gleichgewicht zwischen Liebe und Willen kann die wesentlichen Unterschiede in der Qualität, der Art und der Ausrichtung der zwei Aspekte selbst noch weiter verstärkt werden.

Die Liebe, die anziehend, magnetisch und mitteilsam ist, neigt dazu, sich zu verbinden und zu vereinen. Auf der anderen Seite hat der dynamische Wille die Tendenz, affirmativ (undifferenziert), trennend und beherrschend zu sein; er neigt dazu, eine Verbindung der Abhängigkeit herzustellen. Und es ist klar, dass diese Unterschiede zu einer wirklichen Gegensätzlichkeit führen können.

Das Prinzip der Synthese

Die Synthese von Liebe und Wille hat eine unentwegte Wachsamkeit, eine beständige Bewusstheit von Augenblick zu Augenblick zur Voraussetzung. Verschiedenen aktuelle spirituelle Bewegungen und Ansätze legen den richtigen Nachdruck auf diesen Punkt. Wachsamkeit und Bewusstheit wurden vor allem im Osten weitgehend erkannt und geübt (Bewusstheit der inneren Gegenwart).

In der Synthese bleibt es nicht in der Beobachtung dessen stehen, was sich in uns selbst und in der Aussenwelt „ereignet“. Sie macht die aktive Einmischung und Verpflichtung des Selbst möglich, das nicht nur ein Beobachter, sondern auch ein Wollender, ein Leiter des Spieles der verschiedenen Funktionen und Energien ist. Dies kann durch die Anwendung des Prinzips der Selbstidentifikation in die Tat umgesetzt werden. Nicht der Kompromiss von Liebe und Wille wird angestrebt, sondern die Synthese LiebeWille.

Der Unterschied zwischen einer solchen Synthese und einem blossen Kompromiss ist fundamental. So ist zum Beispiel der Kompromiss zwischen Enthusiasmus und Depression die Unberührtheit. Die Synthese der beiden jedoch führt zu heiterer Gelassenheit. An einem anderen Beispiel ist der Kompromiss zwischen blindem Optimismus und ängstlichem Pessimismus der praktische Realismus, in der Synthese wandelt es sich in eine klare Sicht der Realität.

Die Polarität zwischen „Geist“ und „Herz“, zwischen Vernunft und Gefühl (Logos und Eros) wird zunächst einmal durch die Erkenntnis ihrer jeweiligen Funktion und des legitimen Handlungsfeldes dieser zwei Funktionen reguliert, so dass keine die andere beherrscht. Darauf kann eine gegenseitige und wachsende Zusammenarbeit und ein gegenseitiges Durchdringen der Leiden folgen, was schliesslich zu einer Synthese führt, die Dante so treffend mit den Worten „intellektuelles Licht voller Liebe“ ausdrückte.

Die Polarität zwischen Empfindsamkeit und Empfänglichkeit (Pathos, weiblich) und Dynamik oder bejahendem Willen (Ethos, männlich), in einem weiteren Sinne kann ebenfalls zuerst durch eine ausgeglichenen Anpassung aneinander beherrscht werden, die dann durch eine schöpferische Synthese ersetzt wird.

Psychoenergie

Angelika Reutter, hat sich in ihrer Vergangenheit intensiv unter vielem anderen mit esoterischen Prinzipien verschiedener Strömungen, zudem mit den Nervenzentren, aus dem östlichen bekannt als die sieben Chakras, weiter mit der Lehre der Psychoanalyse von Carl Gustav Jung und der Geisteswissenschaft der Antroposophie von Rudolf Steinerauseinandergesetzt. Erkenntnisse und eine Fülle von Erfahrungen fliessen in die von ihr begründete Psychoenergie ein.

In der Ursachen-, Wirkungs- und Beziehungserklärung stützt sich Psychoenergie weitgehend auf die Prinzipien der Psychosynthese ab. Hingegen unterscheiden sich die Methoden der Transformation im Wesentlichen dadurch, dass die Lebnesenergien in Drüsen und Nervenzentren der menschlichen Organismus gezielt und systematisch aktiviert, reaktiviert und ausbalanciert werden. Eine ausdrückliche Polarität wird durch ein SOWOHL ALS AUCH, auch bekannt durch den Ausdruck des Einmittens oder Zentrierens ersetzt, ausgegangen vom Hypothalamus, der Herzdrüse über dem Solarplexus.

Aus der Homepage von Angelika www.angelikareutter.ch

Psychoenergie – Therapie ist eine Methode, unbewusste und unterliegende Energiedynamiken – Muster, die den Ausdruck des eigenen Potenzials verhindern – direkt auf der energetischen Ebene zu erkennen, zu differenzieren und zu lösen. Durch eine bewusste, innere Wertehaltung werden die stärksten, gegensätzlichen Lebenskräfte Liebe und Wille in uns zum LiebeWille verbunden. Diese Lebensenergie ermächtigt uns selbst: Mit Freude hören wir auf die Intelligenz der Seele. Sie lehrt uns, mit Herz und Verstand zu denken, zu fühlen, zu wollen und zu handeln.

Aus der Perspektive der Psychoenergie – Therapie, die den Menschen als Ganzes sieht und versteht, erwächst ein lebendiger Zugang zur spirituellen Quelle im Menschen. Aus dieser eigenen, inneren Tiefe schöpfen Psychoenergietherapeutinnen und Therapeuten Vertrauen und Kraft, um mit Zuversicht intensive Wachstumsprozesse zu begleiten. Es ist innerer Auftrag der Psychoenergie – Therapie, unterliegende Energien und ihr Potenzial zu erkennen, absichtslos zu akzeptieren und den freien Willen des Menschen zu respektieren.

MC: Liebe als zentraler Begriff von Spiritualität wird als reine Empfindung ent-dogmatisiert, personalisiert und individualisiert. In der Überzeugung, dass das Gute in uns steckt, des Göttliche im Menschen, der ein klares Verständnis von Gerechtigkeit, Gleichstellung und Ressourcenverteilung für alles Leben, motiviert Angelika diese innere Schatz in jeden Mensch freizusetzen und der Menschheit zur Verfügung zu stellen. Dieser innere Schatz zeichnet sich aus durch Vertrauen in sich, die andere sowie in das Leben und seine Entwicklung selbst. Die Juwelen sind Gegenwärtigkeit und Achtsamkeit und die Bewusstheit, eine Wahl zu haben, Dinge verändern zu können und die Verantwortung für sich, sein Leben und die persönliche Lebensaufgabe wahrzunehmen.

MC: Mit der Synthese von humanitärer Psychologie, beziehungsweise der Psychosynthese und der spirituellen Kraft von menschlicher und kosmischer Energie, in Form von einer konzentrierten, gezielten und beharrlichen Arbeit mit den Energiezentren im menschliche Organismus ist Transformation effizient und nachhaltig. Programmierung und Umprogrammierung von Mustern und Glaubenssätzen dringen bis in das Zellbewusstsein vor und können kann und zu nachweisbaren Veränderungen im Neocortex, dem jüngst entwickelten Teil des Gehirns, führt. Die Tatsache, dass gerade die Zentren im Gehirn, die für Empfindungen zuständig sind, gemäss aktuellster neurologischer Wissenschaft das schnellste Wachstum ausweisen, lässt vermuten, dass der Mensch, als höchstentwickeltes Wesen evolutionär in einer Ära ist, wo Entwicklungen dieser Art begünstigt sind und offenbar auch die Antwort auf die heutige desolate Situation im Weltgeschehen beinhalten.

Die Lösung aller Fragen, die uns beschäftigen ist LiebeWille, Verantwortung und Nachhaltigkeit.

Zusammenfassung von Monica Camuglia, 14. Februar 2011

Alles spricht von Energie

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Seit Max Plancks Forschungsarbeiten in den 20-iger Jahren, welche die Quantenphysik begründen, haben sich viele Ansichten, Einstellungen und Weltanschauungen verändert. Alles spricht von Energie und Schwingung.

Was mich persönlich beschäftigt, ist die Energie von Menschen, mit anderen Worten ihre Ausstrahlung, die Worte, die Gesten, die Mimik, alles strahlt und wirkt und bildet so eine Stimmung, ein Klima, eine Atmosphäre. Ignoranz, Hass, Angst, Wut, Aggression aber auch Toleranz, Liebe, Vertrauen, Freude und Leichtigkeit – alle gefühlsbetonten Äusserungen und Gesten sind Träger von positiven oder negativen Schwingungen, destruktiv oder konstruktiv. Man könnte jetzt sagen, es ist naiv anzunehmen, dass es nur noch positive Strömungen gibt, ja könnte man. Aber dann entgegne ich, “woher die Sorge, von der Negativen ist doch genügend da!”

Es gibt heute viele Methoden, um das Selbst, Beziehungen, Systeme  von negativen Schwingungen zu befreien. Ich persönlich glaube nicht, dass man das delegieren kann, aber ich habe selbst erfahren, wie man sich davon befreien kann. Negative Energie ist giftige Energie, die von unseren inneren Wunden, Traumas oder unverarbeiteten Verletzungen stammt. Wir haben diese Erfahrungen tief in unserem Unterbewusstsein verbannt und merken es kaum noch, wie sie unser Leben und das der anderen vergiften. Es handelt sich dabei um unterdrückte Gefühle, negative Glaubenssätze, verhärtete Ansichten und jeden Menge Vorurteile. Als Kompensation führt dies zu sabotierendem Verhalten. Diese Energien schwächen nicht nur die eigenen Kraft, sondern auch das gesamte Umfeld, sei das eine Freundschaft, sei das die Familie, die Abteilung oder das Unternehmen.

Schon als Kind, habe ich eine Sensibilität für negative Schwingungen und war allein damit. Seither sind über 40 Jahre vergangen und es gab eine unendliche Phase, in der ich mich hinter einem narzisstischen Panzer versteckt habe. Heute habe ich diese ursprüngliche Sensibilität wieder gefunden, bin aber im Gegensatz zu meiner Kindheit stark genug, mich gegen unnötigen und ungerechtfertigten Verletzungen zu schützen, ohne mich zurückzuziehen oder dem Empfindsamen zu verschliessen. Durch das Öffnen nehme ich auch wieder die Schönheit der Natur wahr, die Schönheit der Menschen – ich komme fast nicht mehr aus dem Staunen heraus. Und ich stelle mit unbeschreiblicher Freude fest, dass es immer mehr Menschen gibt, die empfindsamer, dankbarer, respektvoller und achtsamer mit sich, mit anderen und mit der Natur umgehen. Es ist ein Irrtum, zu sagen, dass alles nur noch schlimmer wird. Das Gegenteil ist der Fall. Dalai Lama sagte bei einem Interview: “Alles ist besser, wenn auch noch weit entfernt von gut. Wir haben nur vergessen, wie es früher war.”

Es ist offenbar eine Frage des Blickwinkels. Und nun fragen Sie sich selbst, was die Menschheit weiter bringt. Ist es Schuldzuweisung, sind es Feindbilder oder ist es die ständige Bemühung, sich gegenseitig anzunähern und Verständnis zu entwickeln. Natürlich stehen die Menschenrechte und landesspezifische Verfassungen über den individuellen Präferenzen und sind Grundlage für jegliches Handeln, Tolerieren und Nicht-tolerieren. Aber müssen wir den die Gefehlten deswegen gleich hassen?

Es geht auch ohne den grossen Knall

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Interview: “Es geht auch ohne den grossen Knall.”

Glaubt man den Schwarzmalern, geht die Welt in zwei Jahren unter. Das glaubt Monica Camuglia jedoch nicht. Sie stützt sich nicht nur in Ihrem Buch IRRTUM 2012 auf andere interessante Theorien.

Klick hier für Interview in den Obersee Nachrichten Camuglia Monica Irrtum 2012_2010-12-30

Maya Irr- und Reichtümer

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Der erste Irrtum ist, dass die Maya den Weltuntergang prophezeit haben sollen. Und der zweite Irrtum ist, dass an diesen Maya-Geschichten nichts dran ist. Und wie steht es mit den Reichtümern?

Als Autorin von dem Roman „IRRTUM 2012“ habe ich Monate lang recherchiert und erstaunliche, wissenschaftlich fundierte Hinweise gefunden, die mich fasziniert haben. Die Maya waren hervorragende Astrologen. Sie sind ausserdem bekannt für ihre mathematischen Fähigkeiten, für ihre Hellsichtigkeit, für ihr politisches System, die Baukunst und ihren Kalender, der über Leben und Entwicklung in allen Bereichen regierte. Gemäss historischer Forschung hatten die Maya ihre Blütezeit von  400 v.Chr. bis 900 n.Chr. Nach dem 9. Jahrhundert begannen die Stämme sich untereinander gegenseitig zu bekämpfen und zu schwächen. Die Spanier mit Hernàn Cortés am Steuer, die im 16. Jahrhundert in Mexico landeten und zuerst als die prophezeiten Götter betrachtet wurden, führen noch in Friedenzeiten eine Grippe ein, wogegen die Maya keine Abwehrkräfte hatten und reihenweise umkamen. Die Vernichtung des hochentwickelten Urvolkes der Maya und Azteken war für die Streitkräfte der Spanier keine hoffnungslose Sache. Nach wenigen Monaten brutaler Schlachten war der Sieg auf der Seite der Spanier. Auf Anweisung der Kirche wurden fast alle schamanischen Zeugnisse systematisch vernichtet. Es wird vermutet, dass es nur drei Schriften nach Europa geschafften haben. Die für die Decodierung ihrer Symbolschrift wichtigste liegt im Geschichtsmuseum in Dresden, eine in Madrid und eine wird im Vatikan vermutet. Weitere Zeugnisse sind die Steinpyramiden in Zentralamerika, vornehmlich in Yucatan. Viele Geschichts- und Religionsforscher haben sich vor allem in den letzten 20 Jahren mit dieser alten Kultur eingehend auseinandergesetzt und sind auf erstaunliche Ergebnisse im Kontext mit Evolution gekommen.

Darvinismus im Handshake mit der Urknall Theorie ist die heute meistverbreitete, wissenschaftlich begründete, evolutionäre Theorie, die Leben und Entwicklung im Universum erklärt. Die Göttliche Schöpfungsgeschichte scheint somit von den Materialisten und Realisten widerlegt zu sein. Aus dieser Sicht ist das Göttliche naiver, Trost spendender und moralisch zügelnder Aberglaube oder konstruierte Projektionen, wie es zum Beispiel Psychologen mit Vorliebe nennen. Seit 150 Jahren streiten religiöse Führer mit Darvinisten um diese Frage. Maya-Experten wie Dr. Carl Calleman, ehemaliger Krebsforscher und Berater der WHO, finden in den Erkenntnissen, die im Zusammenhang mit den Forschungsarbeiten um den Maya Kalender gewonnen werden konnten, eine spannende und hoch brisante Antwort auf diesen Konflikt.

Es scheint, dass der Maya Kalender eine neue Sicht auf diese Kontraverse anbietet. Er liefert einen eminenten Hinweis darauf, dass diese Entwicklungen nicht zufällig und zwecklos stattgefunden haben und weiterhin stattfinden werden, sondern dass eine Ordnung und somit ein Plan darunter liegt, der einem bestimmten Zweck dient. Ein System, das die Entwicklung von Mensch, Natur, Gesellschaft und Technik in ein Zeitraster stellt, welches ein bestimmtes Muster aufweist, welches in der letzten Konsequenz zur Vollendung des höchsten Bewusstseins führt – das des Menschen. Interessanterweise gibt es ähnliche Aussagen in allen religiösen Strömungen, in der Bibel ist es die Offenbarung, die den vollendeten Menschen und das Paradies auf Erden voraussagt. Sind das wirklich nur naive Projektionen?

Wollen wir dieser These experimentell nachgehen, zwingen sich unter anderem folgende Fragen auf: Wie soll dieser vollendete Mensch aussehen? Ist es ein Mann oder eine Frau und wird es auch weiterhin von beidem geben? Die Maya reden von einem Ausgleich von weiblichen und männlichen Energien auf eine harmonische Art und Weise. Ist unser Bundesrat ein Zeichen dafür?

Holen wir noch etwas aus. 1960, also erst vor wenigen Augenblicken, wenn man das aus der Perspektive der Menschheitsgeschichte betrachtet, wurde die „Big Bang“ Theorie entwickelt: Zuerst sei nichts gewesen, sagten die Forscher. Dann vor ungefähr 15 plus minus 5 Milliarden Jahren hätte  sich eine extreme Dichte auszudehnen und zu erhitzen begonnen, bis ein grosser Feuerball entstand, der so heiss wurde, dass Energie und Masse nicht sichtbar waren. Die vorher vereinten Grundformen der Physik, nämlich Gravität, Elektronmagnetismus und die starken und die schwache atomare Kraft waren jetzt separiert. Auch wenn sich die Wissenschaftler in dieser Entwicklung einig sind, gibt es keine abschliessende Antwort auf die Frage, wie und warum diese Phase begonnen und warum sie wieder aufgehört hat. Wie ein dermassen komplexes und komplettes System für Natur und Menschheit entstehen konnte, blieb bis hin zu dem heutigen Dasein sowohl von Physikern als auch von Astronomen unbeantwortet. Das Geheimnis hinter all den physikalisch erklärbaren Gesetzen, die Schönheit und der Perfektionismus in Form von Natur und Bewusstsein bleibt mystisch.

Es scheint tatsächlich, allen biologischen und physikalischen Erklärungen zum Trotz, eine Art Ordnungsprinzip zu existieren, sagen vor allem Geisteswissenschaftler, Mystiker und spirituelle Gelehrte, aber nicht nur. Die Umwandlung von einem homogenen in ein heterogenes, geordnetes System erklären die klassischen Physiker zwar als zufällige Bewegung. Je mehr jedoch geforscht wird und je mehr wir wissen, desto näher kommen die Wissenschaftler jedoch auch selbst an die Grenzen, die Grenzen der Wissenschaft nämlich. Weltanschauung ist wieder verstärkt eine Frage der Philosophie oder des Glaubens und Vertrauens.

Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass Leben weder Zweck noch Ziel hat, ist es nicht weiter verwunderlich, dass Macht, Genuss und Konsum unsere Lust am Leben vermeintlich am meisten fördern, und es ist auch nicht weiter verwunderlich, dass immer weniger Menschen bereit sind, über sich selbst hinaus Verantwortung zu übernehmen. Natürlich reden wir auch von sozialem Ausgleich und Humanität, aber wer will sich da noch engagieren, wenn sowieso alles keinen Zweck hat. Diese nüchterne Betrachtungsweise könnte dem Planten Erde mehr schaden als nützen. Ausserdem kann ich bei Hedonisten und Narzissten weder Gelassenheit noch inneren Frieden feststellen. Die rasant steigende Zahl von Selbstmorden, Burn-out Symptomen und Depressionen hingegen überrascht nicht.

Machen wir einen Seitensprung zu einer ganz jungen Entdeckung. Im Jahr 2003 finden Astronomen der NASA eine Achse im Weltall. Sie nennen sie unglücklicherweise „the Aacis of Evil“. Was zuerst ein Witz hätte sein sollen, hat sich als Name leider etabliert. Im Deutschen nennt man sie die Zentrale Achse. Sie ist schätzungsweise eine Million Mal gösser als die Milchstrasse, in der unser kleiner Planet aufgehoben ist. Um diese Achse scheint sich das ganze Universum zu organisieren und zu drehen.

Dr. C.J. Callemann schreibt in seinem Buch „The Purposeful Universe“: Aus meiner Sicht ist die Zentrale Achse das organisierende Element unseres Universums. Diese Achse könnte dem Lebensbaum der Maya Kultur und vieler anderer alten Kulturen entsprechen. Von diesem Lebensbaum würde Leben und Entwicklung im Rahmen eines intelligenten Plans energetisch gesteuert. Eine Erkenntnis, die in allen alten Kulturen und auch in allen Religionen ihr Fundament hat und unangefochten ist und es meist „das Göttliche“ genannt wird.“

Selbst die Relativitätstheorie von Albert Einstein, die das Fundament von Raum und Zeit mathematisch erklären, werden hinter geschlossenen Türen in Bezug auf Endgültigkeit und Ganzheit  von Intellektuellen hinterfragt und das ganz unabhängig von den Weisheiten alter Kulturen. Calleman: Meine Meinung ist, dass die Zentrale Achse das vorausragende System ist, und dass die fundamentale Raum und Zeit Theorie des Universums auf der Theorie der zentralen Achse aufsetzen muss.

Denkt man Callemans Idee zu Ende, merkt man, dass der Darvinismuss und die Schöpfertheorie sich gegenseitig nicht ausschliessen, sofern man den Gedanken von Sinn und Zweck als Möglichkeit wieder einbezieht. Das würde grundsätzlich auch wesentlich besser zu den wissenschaftlichen Errungenschaften von Max Plank und seiner 1920 begründeten Quantenphysik passen, die unter anderem besagt, dass alles manifestierte Energie ist. Die Quantenphysik hat viele vermeintlich wissenschaftliche Tatsachen überworfen. Die Erforschung der Zentralen Achse wird möglicherweise mittelfristig in ähnlichem Masse Unruhe in den wissenschaftlichen Gremien stiften.

Nun zurück zu den Alten Maya. In ihrer Kosmologie generiert Hunab-Ku, der Lebensbaum, die polarisierenden Energiefelder im Universum. Er kreiert die unter sich kommunizierenden Organisationen auf den verschiedenen Ebenen von Leben und synchronisiert entsprechend der individuellen Prinzipien so oben wie unten. Arthur Koestler 1905-1983 Journalist und Schriftsteller, David Bohm 1917-1962, Quantenphysiker und Karl Przibram 1878-1973, Physiker sind namhafte Denker, welche ähnliche Theorien schon in den 60ger Jahren vorstellten, ohne es auf die Maya Kultur zurückzuführen, aus rein wissenschaftlicher Sicht.

Zu Grund und Datum des Endes des Mayakalenders gibt es verschiedene Theorien. Ich habe mich damit nicht all zu sehr aufgehalten. Mir scheint die Diskussion um Tage, Monate selbst mehrere Jahre nicht ausschlaggebend in einer Entwicklung von x-Milliarden Jahre. Ausserdem haben die Maya  keinen Weltuntergang prophezeit, sondern den Untergang des bestehenden, bestimmenden Systems. Und das findet aus der Sicht von Politologen, Soziologen und Neurologen längst statt. Die Frage stellt sich viel mehr, was kommt danach? Alle bisherigen Systeme hatten ihre Zeit und Zweck – aber was folgt dem Chaos, in dem wir stecken? Ist es denkbar, dass sich in der Wirtschaft hybride Modelle, die von sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit in ausgeglichenem Masse getragen sind, durchsetzen werden? Ist es denkbar, dass Naturwissenschaften und kontemplativen Wissenschaften sich die Hand reichen? Können wir uns vorstellen, dass sich aus dem Geschlechterkampf ein harmonisches „Sowohl als auch“ entwickelt? Es gibt genügend gute Beispiele dafür und lässt uns hoffen. Und würden sich diese Entwicklungen tatsächlich etablieren, dann wäre das ein Beweis, dass auch am Maya Kalender etwas dran ist. Nur, ist das so wichtig?

Freiheit versus Unverbindlichkeit

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Freiheit versus Unverbindlichkeit ist bereits eine Wertung. Und – ist sie gerechtfertigt, oder ist es ein zu früher Schluss? Ich persönlich plädiere für freie Verbindlichkeit.

Wie oft müssen wir handeln, ohne alle Gründe zu kennen oder die Auswirkungen eben dieses Handelns im voraus begreifen zu können. Und dennoch geschieht es nicht grundlos, wenn wir gerade durch unser Handeln wertend in das eigene Leben und das anderer eingreifen. Und für all das sind wir verantwortlich, ob wir es wahrhaben oder nicht.

Eine Freundin hat mich gestern angerufen. Sie sei verzweifelt, gerade habe sie nach langem Kampf eine fantastische Auftragslage, da laufen ihr zwei Mitarbeiter davon, die es es für die Erfüllung dieser Aufträge dringend gebraucht hätte. Die beiden sind die letzten zwei Jahre in ein neues Thema technisch eingeführt und eingearbeitet worden und als Dank springen sie von dem steil im Wind segelnden Boot ab ins offene Meer, natürlich mit einem Rettungsring für neue Perspektiven. Sie fürchtet, dass das Boot jetzt aus dem Ruder läuft.

Verantwortung, Loyalität und Solidarität sind nicht wirklich die Werte, die zu oberst auf der aktuellen Listen der handelnden Antreiber stehen. Beziehungen werden ohne Warnung und ohne Bemühungen es zu verhindern abgebrochen, Kinder werden von einem Elternteil verlassen und Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sind gegenseitig zunehmend unverbindlich.

In solchen Momenten hilft es, wenn wir das grosse Bild anschauen, die Welt und ihre unzähligen Schauplätze des Grauens, dann hört die Verzweiflung meist schnell auf und wir können uns wieder auf die Fülle konzentrieren – in diesem Beispiel auf die wunderbare Auftragslage. Nur das Problem und die Enttäuschung sind deswegen ja nicht beseitigt.

Ich könnte mir vorstellen, dass es weiter helfen würde, die Angelegenheit ganz sachlich zu betrachten und drei Fragen zu stellen:

1. Was können wir als Unternehmen anders machen, dass dies sich in dieser Weise wiederholt?

2. Wie können wir die jetzt fehlenden Kompetenzen möglichst bald ersetzen?

3. Was können wir beeinflussen und womit müssen wir uns abfinden?

Darüber hinaus können wir uns mit dem Zeitgeist der Unverbindlichkeit befassen. Das Verhalten der beiden Männer ist ja nicht etwa eine Ausnahme – sondern viel mehr der Normalfall. Ein Zeitgeist löst den anderen ab. Die Verbindlichkeit der Normen und Dogmen, die immer noch weit zu übertrieben ist und auf der Gesetzesseite zunehmend schlimmer wird, provoziert geradezu eine Bewegung in Richtung Befreiung und Unverbindlichkei. Denn es ist ein Widerspruch zu der so gross postullierten Freiheit. Das ist schon in Ordnung und entspricht dem evolutionären Status Quo des Menschen, der letztendlich mehr Verantwortung übernehmen möchte – auch wenn es gerade daran weitgehend noch scheitert. Aber warten wir es ab und leben wir es in der Zwischenzeit vor…

Ich glaube, ohne Verbindlichkeit werden wir auseinander fallen und zerfallen und teilweise findet das ja auch in signifikanter Weise statt. In erster Linie denke ich an die traditionellen, sozialen  Gemeinschaften. Da wir die Zufluchtsorte wie Religion, Familie und Dorfvereine aufbrechen, ist erst einmal für viele keine Alternative da. Die Mega-Party’s für junge und jung Gebliebene kann ich mir langfristig nicht als Kraft spendende und nachhaltige Alternative vorstellen. Aber was wird zukünftig sein?

Mit wem führen wir uns noch verbunden und können wir existieren ohne diese tiefen Halt. Ich persönlich glaube wir können es nicht. Ich glaube, dass wir einander brauchen und eine neue Form von Verbundenheit lernen dürfen – diejenige die frei ist, nicht etwas durch Dogmen der Religionen oder zwanghaften Forderungen wie sie in Familien manchmal zu beobachten sind.

Aus freien Stücken bei der Familie bleiben, auf freien Stücken beim Partner bleiben, aus freien Stücken in einer Gemeinschaft bleiben und aus freien Stücken lieben und Verantwortung  übernehmen, aus freien Stücken meditieren oder beten – für sich selbst und für andere. Wenn wir den Verstand, wo auch unser Gewissen seinen geheimen Ort hat, mit dem Herzen verbinden, dann ist Verbindlichkeit kein Opfer mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Und trotzdem werden uns noch Mitarbeiter, Partner und Freunde den Abschied ankündigen. Was aber ausser Bedauern, Verzweiflung und unter Umständen Trauer und vorübergehender Ohnmacht auch entsteht, ist Raum für Entwicklung.

Der einzige Tyrann, den ich in dieser Welt anerkenne, ist die leise innere Stimme.

Mahatma Gandhi

Monica Camuglia liest aus dem neusten Werk

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Vorträge im Restaurant Allmendhof, Mittlere Strasse 91, CH-3600 Thun

Bushaltestelle: Allmendhof, Linie 6 von SBB Thun

13.12.2010, 19.30 Uhr
Maria Magdalenas Perlen
Referentin und Autorin: Monica Camuglia, www.camuglia.ch,
wird uns aus ihrem neuesten Buch „Maria Magdalenas Perlen“ vorlesen.
Ihr vorhergehendes Buch: „Irrtum 2012 – ein Roman“

Sachthemen aus „Maria Magdalenas Perlen“:

Krieg und politisches und gesellschaftliches Umfeld in Afghanistan,
Chancen und Risiken sozialer Netzwerke und virtueller Beziehungen –
Missbrauch und WEB-Kriminalität; Quantenphysik und Noetik

Menschliche Themen aus „Maria Magdalenas Perlen“:

Archetypische Interpretation der biblischen Figur „Maria Magdalena“ / Psychische Instabilität und Wege, damit umzugehen / Menschen und ihre unterschiedlichen (Doppel)Identitäten

Willkommen!

Dr. C. J. Callemann appelliert an unsere Verantwortung

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Auch wenn auf Grund seiner Maya-Studien die Energien für eine Wandlung der Gesinnung der Menschheit (weg von Macht und Gewalt, hin zu Ausgleich und Harmonie oder weg von der Ausbeutung der Naturschätze hin zum sorgsamen Umgang) günstiger werden, warnt Calleman vor Passivität. Ohne unseren Willen und Einsatz werden keine Wunder zu erwarten sein … Mehr zu seinen persönlichen Gedanken im folgenden Dokument…

Deutsch Konvergenz200210.dtsch Englisch Convergence 200210.engsh

Die Natur hat uns Menschen den freien Willen geben, Dinge zu tun oder zu lassen. Wir haben immer eine Wahl und damit verbunden die Verantwortung für die Konsequenzen unserer Gedanken, Worte und unseres Handelns. Mir gehen die Leute, die einfach Nichts tun als sich um ihren eigenen Kram zu kümmern uns sich rücksichtslos zu bereichern zunehmend auf den Keks. MC

Irrtum 2012 – Interview Teil 3/3

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(Fortsetzung von 15. Februar 2010)

Journalistin Blog 2012: Was macht Sie glauben, dass Transformation stattfindet? Innere oder äußeres Erleben? Eigenes Unbehagen, die politisch-ökonomischen Entwicklungen auf der Welt, Erlebnisse, Autoren, Visionen oder Eingebungen?

Autorin (MC) : Ich glaube gar nichts, wenn die den dogmatischen Glauben ansprechen. Jede Art von Glauben hindert uns Menschen den eigenen Geist wach zu halten, um sich vor Täuschung und Selbsttäuschung zu schützen. Sie fragen hier keinen Maya-Anhänger, sondern eine Roman-Schriftstellerin, die sich mit dem, was sie schreibt, intensiv auseinandersetzt. Aber ich gebe zu, dass die Thesen von Dr. Calleman über den Maya Kalender aus meiner Sicht sehr viel Sinn machen und viele meiner persönlichen Fragen beantwortet haben. Ich gebe auch zu, dass mich das Auseinandersetzen mit dem Maya Kalender, allem voran dem grossen Bild, persönlich verändert hat.

Journalistin: Was mich interessiert: Woher kommt das Vertrauen in eine völlig fremde Kultur – eine untergegangene Kultur – niemand mehr da, dem man fragen kann, den man mit den eigenen wachen Sinnen erleben kann. Warum glaubt man nicht mehr der Denkweise der eigenen Eltern oder Großeltern (man hört ihre Stimme, ihren Ausdruck, hat ein Bild davon, wie sie wirklich leben) – sondern der einer verstorbenen und weit entfernt gelebt habenden Gruppe von Menschen? Menschen, die zum Beispiel nach allem was wir wissen, regelmäßig ihre Mitmenschen als Götteropfer dargebracht haben?

MC: Das kann ich pauschal nicht beantworten. Ich bin in meinem Leben immer wieder auf reife aber auch junge Menschen gestossen, die für mein Verständnis sehr weise waren. Mir fällt das z.B. bei meiner sizilianischen Schwiegermutter auf. Sie hat keine Bildung, unterwirft sich bedingungslos dem Mann und weiss trotzdem auf gewissen Fragen kluge Antworten, für die ich mindestens 5 Bücher lesen musste, bis ich die selben Erkenntnisse hatte. Auch in der alten Literatur finden wir unzählige Stellen, die das gleiche oder ähnliches vertreten. So gesehen war dieses Wissen um Geburt, Leben, Tod und Wandel seit Menschengedenken vorhanden. Ich denke, wir haben vor lauter Konzepten und Methoden einfach vieles vergessen, was uns Menschen ausmacht. Und jetzt geht es darum, das Gute davon wieder freizusetzen. Es geht auf keine Fall darum, die Maya zu verherrlichen oder über andere Weisheiten zu erheben, es geht darum, wieder Sensibilität für Fragen und Antworten zu entfalten, die nicht rein rationaler Natur sind.

Journalistin: Alles, was man weiß, beruht auf teilweise erhaltenen Schriften und Interpretationen – das ist spannend und inspirierend – aber dem inbrünstig folgen?

MC: Das muss man gar nicht. Es reicht vollkommen, wenn man sich und das Umfeld wieder neu wahrnimmt, achtsam ist, bewusst wird, bewusst wählt und die eigenen Potentiale freisetzt. Ich orientiere mich persönlich mehr am Wissen der Psycho-Energie als an irgendeinem Glauben. Psycho-Energie erforscht psycho-dynamische Strukturen unserer Zeit und Gesellschaft, ihre Energiequellen und ihre Wirkungen in Körper, Seele und Geist. Das scheint mir persönlich der bessere Weg, für die eigene Entwicklung. Der Mensch von heute und morgen will nicht nach Anleitung leben, sondern verstehen und einen individuellen Zugang zu Spiritualtität finden. Und genau damit befasst sich diese wissenschaftliche Disziplin.  Ich meine, zum Beispiel um Gott und Christus weben sich tausend Geschichten, Lieder, Bilder – Feste wie Weihnachten. Und trotzdem tun sich viele schwer, daran zu glauben und vor allem danach zu leben. Die Interpretationen sind doch häufig pragmatisch.

Journalistin: Also die Frage muss lauten: Hat man verlernt zu glauben oder glaubte man bisher einfach das Falsche?

MC: Für mich ist die Frage, ob Vertrauen nicht besser ist als Glauben. Das Vertrauen auf Entwicklung, dass alles seinen Sinn hat und alles Transformation ist, hat mindestens mich im Leben weitergebracht. Ich habe Demut vor der Schöpfung entwickelt ohne die Wichtigkeit des Individuums und dessen Selbstverantwortung zu verkennen. Denn das, was wir, die Individuen, denken, sprechen und tun – schafft Zeitgeist und Gesellschaft und kreiert Realität.

Journalistin: Kommen Ihnen manchmal Zweifel an diesen Prophezeiungen (Transformation 2012) zu 2012?

MC: Was heisst hier Zweifel :-) Ich halte persönlich nichts von diesem Stigma um den 21.12.2012. Mein Roman heisst ja auch IRRTUM 2012. Aber ich bin überzeugt, dass wir in einem Wandel sind. Wie schnell oder langsam der sich vollzieht, entzieht sich sowohl meinen Kenntnissen als auch meinem Wunsch diese Kenntnis zu haben.

Journalistin: Nun haben Sie 2009 einen neuen Roman veröffentlicht. Er heißt “Irrtum 2012″. Wie kamen Sie darauf, einen Roman zum Thema 2012 zu schreiben?

MC: Das fing damit an, dass ich über ein Gespräch zwischen Dr. Dieter Broers und einem Maya-Kenner in YOUTUBE stolperte. Dann kaufte ich Bücher. Und zuletzt war es eines dieser Wunder. Es war mir einfach klar, dass ich das tun wollte, so klar, dass mich alle Widerstände nicht davon abhalten konnten.

Journalistin: Erzählen Sie uns bitte ganz kurz, worum es in dem Roman geht.

MC: Es geht genau um das was wir hier schon ein paar Minuten diskutieren. Was ist an dem Kalender dran? Sophia, die  Hauptfigur, eine Frau Ende 40 steht vor einem Scherbenhaufen und versucht Ordnung in ihr Leben zu kriegen. Der Leser erfährt mit der Figur, wie sich ihr Leben auf unverständliche Weise überwirft und wie sie es schafft, diese dramatischen  Ereignisse in den Kontext des weltweiten Chaos zu setzten. Die Geschichte Sophias zeigt, dass dieser Prozess des Loslassens und Neuordnens sowohl im Kleinen als auch im Grossen stattfindet, sprich Mensch, Natur, Systeme. Aber ich überlasse dem Leser viel Interpretationsraum. Der Roman soll unterhalten, evt. sensibilisieren aber keine Antworten auf irgend etwas geben. Die zweite Hauptfigur ist ein Professor, der sich aus Berufung mit dem Maya Kalender auseinandersetzt. Und dann gibt es ein besonderes Kind aber auch Liebe, Drama und ein klein wenig Philosophie.

Journalistin: Warum siedelt der Roman im Östlichen Mittelmeer?

MC: Der Roman beginnt auf einer verträumten Insel vor Sizilien, rein zufällig könnte man sagen – oder einfach deshalb, weil ich sie kenne und sie sich für das, was ich vor hatte, eignete. Dann spielt er in Zürich, weil ich diese Stadt am besten kenne. Eine Kamera fällt auf den Osten, weil die Ereignisse dort sehr viel mit der politischen Transformation zu tun haben. Das ist aber nicht die einzige Kamera auf turbulente Schauplätze. Eine andere ist auf USA, eine auf Naturkatastrophen und eine auf Pandemien gerichtet.

Journalistin: Sie sind Schriftstellerin und soweit ich es verstanden habe, ist Ihr großes Thema Spiritualität. Was bedeutet das für Sie? Wie kann man sich das vorstellen – spirituell – zu sein?

MC: Mein grosses Thema ist – Menschen, Leben und Entwicklung. Das beschreibt zugleich meine persönliche Spiritualität. Für mich ist es wichtig, dass Spiritualität individuell sein darf. Ich lehne jede dogmatische Haltung ab.

Journalistin: Sind wir zu sehr “down to earth”?

MC: “Down to earth” ist wunderbar – hier findet das Leben und die Entwicklung statt. Ich glaube nicht daran, dass endloses Meditieren uns weiter bringt, obwohl ich regelmässig meditiere. Der berühmte spirituelle Lehrer Jiddu Krishnamurti bringt das wunderbar auf den Punkt (Einbruch in die Freiheit, 30. Auflage 2007) Nirwana ist nicht mein persönliches Ziel – hingegen Herz und ein Blick auf die Fülle in uns und um uns, erfüllen mich zunehmend.

(Ende) Read more

2012-Interviews – Der 2012 BLOG

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Der 2012 BLOG: Nach Dieter Broers, Bio-Physiker und Autor von (R)Evolution, starten wir das Jahr 2010 mit dem 2012-Interview Nummer 4 von der Romanschriftstellerin Monica Camuglia.

Monica Camuglia ist die erste Frau unserer 2012-Interview-Reihe und hat vor Kurzem ihren Roman “Irrtum 2012″ herausgebracht. Sie steht dafür, dass man in den kommenden Jahren wieder Sensibilität für Fragen und Antworten entfaltet, die nicht rein rationaler Natur sind.

Interview hier